HomeMatic Smart Home

Smart Home ist in aller Munde. Auch wenn Hausautomatisierung nichts Neues ist, so ergeben sich doch mit dem aktuellen Stand der Technik ganz andere Möglichkeiten, als noch vor ein paar Jahren. Ob die Steuerung der Heizung per Smartphone, Zugriff auf die Kameras übers Internet oder per Sprachsteuerung Alexa das Licht dimmen lassen. Vieles davon ist inzwischen erschwinglich, ja gar alltäglich geworden.

Wenn man über Smart Home nachdenkt, sollte man sich zu allererst einen Überblick über die verschiedenen Ansätze und Systeme verschaffen und sich dann für eines entscheiden. Natürlich kann man auch Systeme verschiedener Hersteller mehr oder weniger gut zur Zusammenarbeit bewegen. Die Konzentration auf ein System erleichtert aber den Einstieg ungemein und schont den Geldbeutel. Da eine Übersicht oder gar ein Vergleich der verfügbaren Systeme den Rahmen hier bei weitem sprengen würde, verweise ich den interessierten Leser hier an Herrn Google und auf die (un)regelmäßig erscheinenden c’t Sonderausgaben „Smart Home“ vom Heise Verlag. Letztere bieten einen guten Überblick und helfen bei der Entscheidungsfindung.

Nach ausführlicher Recherche habe ich mich für das System HomeMatic von eQ-3 entschieden, denn es ist eines der im deutschsprachigen Raum verbreitetsten Systeme. Es ist schon eine Weile am Markt und bietet somit eine große Community und auch deutschsprachige Foren, was einem den Einstieg und die Lösungssuche bei Problemen erleichtert. Der zweite Grund für HomeMatic ist, dass es Lösungen für alle Bereiche anbietet, mit denen ich mich für den Anfang beschäftigen wollte, und zwar: Klima, Heizung, Tür- und Fenstersensoren und Rollladensteuerung. Und zum dritten setzt HomeMatic in der neuesten Version seiner SmartHome Zentrale CCU3 auf bewährte Raspberry PI Technik. Nicht zuletzt waren die Homematic Komponenten im direkten Vergleich auch preislich attraktiv.

Zu erwähnen bleibt noch, dass eQ-3 zwei Systeme anbietet: Homematic und Homematic IP. Letzteres ist Cloud-basiert, benötigt somit nur einen günstigeren Access-Point statt wie bei Homematic eine eigene SmartHome Zentrale (CCU). Dafür funktioniert Homematic auch ohne Internet und man kann damit auch die IP-Komponenten verwenden, andersherum jedoch nicht. Wer sich detaillierter mit dem Unterschied zwischen den beiden Systemen auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich www.smarthomeassistent.de.

Mein erstes SmartHome Projekt mit Homematic sollte die intelligente Steuerung der Rollladen der Terrassentür werden. Dafür habe ich mir folgende Grundausstattung zugelegt:

1. Die SmartHome Zentrale Homematic CCU3. Sie bildet das Herzstück der Homematic Installation, über sie verbindet und managt man alle Komponenten, verknüpft Sensoren und Aktoren und erstellt kleine Programme oder Skripte. Wie bereits erwähnt, werkelt im inneren ein moderner Raspberry PI 3B mit LAN, WLAN und USB-Anschlüssen. Über eine Weboberfläche bindet man Sensoren und Aktoren ein, konfiguriert die Geräte, installiert Plugins und erstellt Ablaufpläne (Programme) nach dem Schema „wenn, dann, sonst“ oder schreibt kleine Skripte in einer eigenen Skriptsprache.

2. Benötigt man natürlich einen funkgesteuerten Schalter für den Rollladen. Hier kommt das Modell HomeMatic „Funk-Rollladenaktor 1-fach für Markenschalter, Unterputzmontage“ (HM_LC-BI1PBU-FM) zum Einsatz. Das hat einige Vorteile. Es ersetzt den vorhandenen Schalter durch einfachen Austausch, d.h. es findet ebenfalls in einer Unterputzdose Platz. Und es kann ebenfalls als manueller Schalter verwendet werden, man muss also nicht zum Smartphone greifen, sondern kann den Rollladen wie zuvor auch per Wandschalter bedienen. Über entsprechende Adapter kann der Schalter auch optisch in bestehende Schalterprogramme integriert werden, z.B. Busch Jäger.

3. Optional wird ein „Homematic IP Fenster- und Türkontakt – verdeckter Einbau“ (HmIP-SWDO-I) im Rahmen der Terrassentür angebracht, um den Öffnungszustand der Tür zu überwachen. Optional deshalb, weil er für die Rollladensteuerung nicht zwingend notwendig ist. Aber ich möchte verhindern, dass sich der Rollladen bei geöffneter Tür schließt. Ich will mich ja nicht auf meiner eigenen Terrasse aussperren lassen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Pünktlich zum Sonnenaufgang wird der Rollladen geöffnet und fährt automatisch zur Dämmerung wieder runter, vorausgesetzt, die Tür ist geschlossen. Und dank des optionalen Türkontaktes habe ich mir ein kleines Programm geschrieben, dass den geschlossenen Rollladen wieder hoch fährt, wenn ich abends die Tür noch einmal öffne. (Zusätzlich wird auch das Licht gedimmt, um nicht gleich Insekten anzulocken, aber dazu in einem anderen Blog-Beitrag mehr.)

Die Zeiten für Sonnenauf- und untergang bezieht die CCU3 aus dem Internet und stellt sie für die Programme zur Verfügung. Denkbar wäre aber auch ein Ansatz mittels „Homematic IP Lichtsensor – außen“ anhand der tatsächlichen Helligkeit.

Mein erstes Projekt ist also erfolgreich und bestärkt mich darin, mit HomeMatic nicht aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. Das Anlernen der Komponenten geht leicht von der Hand, ebenso das erstellen kleiner Programme. Etwas komplizierter wird es mit der Homematic-eigenen Skriptsprache, aber hier findet man zum Glück viel Hilfestellung und Tipps und Tricks im Netz und in entsprechenden Foren. Von mir daher eine ganz klare Empfehlung für Homematic.
Fortsetzung folgt.

Rollladen Taster Schalterprogramm Busch Jäger
Rollladen-Taster mittels Adapter in bestehendes Schalterprogramm Busch Jäger integriert

Homematic Türkontakt verdeckter Einbau Terrassentür
Homematic Türkontakt verdeckter Einbau im Rahmen der Terrassentür














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